Am Freitag, den 13. Juni 2025, begab sich die Klasse 10 A GÄ auf eine spannende Spurensuche zur Künstler-Nekropole im Habichtswald bei Kassel. Diese besondere Begräbnisstätte liegt am Rande der Stadt, unweit des Bergparks Wilhelmshöhe, eingebettet in ein geschütztes Waldgebiet.
Die Nekropole wurde vom Künstler Harry Kramer ins Leben gerufen, der als Professor an der Kunsthochschule Kassel tätig war und selbst Teilnehmer der documenta III war. Rund um den Blauen See, einen stillgelegten Steinbruch, errichteten Künstlerinnen und Künstler mit „documenta-Rang“ zu Lebzeiten ihre eigenen Grabmäler, die nach ihrem Tod als Ruhestätte dienen sollen. Insgesamt sind 40 solcher Grabstätten geplant. Die Anlage bleibt dabei bewusst der Natur überlassen und fügt sich in das Landschaftsschutzgebiet ein.
Harry Kramer verstand die Nekropole als ein Kunstprojekt im öffentlichen Raum – offen für alle und nicht als elitärer Friedhof. Auch er selbst wurde dort 1997 anonym beigesetzt, ohne ein eigenes Grabmal zu hinterlassen.
Die Exkursion bot den Schülerinnen und Schülern der 10 A GÄ einen außergewöhnlichen Einblick in die Verbindung von Kunst, Natur und Erinnerungskultur – ein Besuch, der sicher noch lange nachwirkt.